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24.07.2026

GEM-Report: Junge Menschen treiben Gründungsboom an

Wie steht Deutschland als Gründungsstandort im internationalen Vergleich da? Das untersucht der Global Entrepreneurship Monitor regelmäßig. Zentrale Erkenntnisse aus dem neuesten Report.

Vier Personen sitzen an einem Tisch und arbeiten mit Laptop, Smartphone und Unterlagen © Pexels/Mikhail Nilov
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Wie schneidet Deutschland als Gründungsstandort im Vergleich zu anderen Ländern auf unterschiedlichen Kontinenten ab? Dieser Frage geht das RKW-Kompetenzzentrum regelmäßig mit dem Global Entepreneurship Monitor (GEM) nach. Für den aktuellen Länderbericht Deutschland des GEM für die Auflage 2025/2026 wurden insgesamt mehr als 150.000 Personen in 48 Ländern (davon knapp 2.900 in Deutschland) zu Gründungsaktivitäten und ihrer Einstellung zum Thema Gründen befragt. Wir haben einige zentrale Erkenntnisse des GEM-Reports zusammengefasst.

Erkenntnisse des GEM - Länderberichts Deutschland

Mit einer TEA (Total early-stage Entrepreneurial Activity)-Gründungsquote von 13,0 Prozent erreicht Deutschland Platz 6 von 26 vergleichbaren Volkswirtschaften und zählt damit erstmals zum obersten Quartil.

Besonders die 18- bis 24-Jährigen (23,4 Prozent) sowie die 25- bis 34-Jährigen (22,2 Prozent) gründen deutlich häufiger als noch im Jahr 2024 (+10 Prozent bei den 18- bis 24-Jährigen, sowie +6 Prozent bei den 25- 34-Jährigen). Gleichzeitig nahmen diese Altersgruppen im Rahmen der Befragung die besten Gründungschancen wahr.

Menschen mit Migrationshintergrund gründen mit 18,8 Prozent deutlich häufiger als Menschen ohne Migrationshintergrund (12,1 Prozent). Deutschland gehört damit international zu den führenden Ländern bei migrantischem Unternehmertum.

Die Gründungsquote von Frauen erreicht mit 10,9 Prozent einen historischen Höchststand. Bereits 42 Prozent aller Gründungen werden von Frauen initiiert. Nichtsdes­totrotz hat sich die Differenz zwischen Männern und Frauen im Vergleich zur vorherigen Befragung wieder leicht zugunsten der Männer vergrößert (+1 Prozent).

Mit Blick auf die gründungsbezogenen Rahmenbedingungen stechen in Deutschland insbesondere die öffentlichen Förderprogramme für Gründungsvorhaben positiv hervor. Handlungsbedarf mit Blick auf die Rahmenbedingungen wird insbesondere mit Blick auf die schulische Gründungsbildung gesehen.

Befragt nach der Motivation zum Gründen, ist aus Sicht der Befragten weiterhin die Ansammlung von Wohlstand der am häufigsten genannte Faktor (65 Prozent). Den größten Anstieg verzeichnet das Gründen aufgrund der Familientradition mit einem Zuwachs von 11 Prozent.

Der vollständige GEM-Länderbericht Deutschland kann direkt auf der Webseite des RKW-Kompetenzzentrums abgerufen werden. Eine weitere Befragung unter Start-ups läuft derzeit unter Federführung des hessischen Wirtschaftsförderers Hessen Trade & Invest GmbH. Hier wird der Bedarf für Auslandsmessen und Company Missions im Jahr 2027, organisiert und durchgeführt mit Unterstützung des Landes Hessen, abgefragt. Unternehmen und Start-ups können noch bis zum 14. August ihre Wünsche äußern. Weitere Informationen gibt es in unserem ausführlichen Beitrag zum Thema.

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